Auf in das gelobte Land

Nach einer unplanmässigen zweiten Nacht ging es planmäßig weiter nach Staufen. Aber nicht ohne noch ein wenig zu Frühstücken und mit Simon und Sarah etwas Smalltalk zu halten. Und natürlich musste ich mir noch Gednken dazu machen wo ich denn langfahren wollte. Über die Autobahn viel aus prinzip schon aus. Ich hatte ja noch meine Joker in der Hinterhand!

Nachdem ich mich noch an einer Bäckerei mit belegten Brötchen und Betty an einer Tankstelle versorgt hatte, war klar das ich aufjedenfall über den Feldberg fahren wollte. Bisher hatte ich dies nur einmal mit Nico zusammen gemacht, aber er war mir in guter Erinnerung geblieben. Den Rest sollte mein Garmin Navi und Google entscheiden. Also ging es erst mal in Richtung Bodensee. Das Wetter war auf meiner Seite und so genoß ich die Landschaft und die kleinen Straßen.

Kleine Straßen schien das Stichwort für mein Garmin gewesen zu sein. Mein Navi entschied sich – auf Grund meiner Einstellungen – mir die schönsten Wirtschaftswege von Österreich und der Schweiz zeigen zu wollen. Also verließ ich Österreich bei Sonnenschein ein weiteres mal, aber diesmal über einen kleinen fast nicht zu erkennenden Grenzübergang.

Irgendwann wurde mir das aber zu langweilig. Betty und ich kamen so einfach nicht richtig in Schwung. Also entschied ich mich für eine kleine Pause in einem kleinem Dorf kurz vor Weinfelden. In meinem Beautycase von Touratech hatte ich ja noch belegte Brötchen und ein kalte Cola. Ein weiteres mal nutze ich die Möglichkeit meine Route zu überprüfen. Ich entschied mich über Weinfelden Richrung Stein am Rhein zu fahren. Ich war der Deutschen Grenzen schon so nah!

Kurz hinter Stein am Rhein hielt ich nochmal an um Nico zu sagen wo ich bin und wo ich lange fahren wollte. Er war schließlich schon auf dem Weg nach Staufen und wollte mich dort in Empfang nehmen. Wir freuten uns beide schon. Die letzten Tage waren Kräften zehrend und irgendwie war es eben doch so anders wenn man etwas getrennt beendet was man zusammen angefangen hat.

Nächstes Ziel sollte Bonndorf im Schwarzwald sein. Und dafür musste ich über die Grenze. Sie konnte ja nicht mehr weit weg sein. Bei Stühlingen war es dann so weit. Wenn man Nico fragt überquerte ich nicht nur den Fluss Wutach um die Bundesrepublik Deutschland zu kommen, sondern kam auch so in das gelobte Land: Baden-Würtemberg. Ein Bild durfte an der Stelle natürlich nicht fehlen!

Weiter ging es für mich über die Bundesstraße 314 und 315 weiter endlich Richtung Bonndorf. Man merkte das siech die Langschaft weiter änderte. Und beschwingt durch das wiedersehen mit Nico flog ich nur so durch die Kurven. Da war ich nun: endlich wieder in Deutschland und in Nicos Heimat!

Am Schluchsee fuhr ich dann auf die bei vielen bekannte Bundesstraße 500. Ich beschloss ich auf einem Parkplatz ein letzte Pause zu machen und mein letztes Brötchen zu essen. Während dessen kamen eine Menge Motorradfahrer an mir vorbei. Das Wetter lud auch absolut dazu ein. Bei Bärental wechselte ich auf die 317. Ich hörte schon den Feldberg.

Dadurch das es zwar in den Ferien war aber unter der Woche konnte ich sehr gemütlich die Kurven fahren. Taktischer Weise ließ ich dem LKW der sich nur kriechend vorran schob etwas mehr vorlauf und hielt an einem Parkplatz an um noch ein paar Bilder zu machen. Dann hieß es Kurven räubern! Auch ohne meinem Wingman schaffte ich das ohne Probleme 🙂 Auch solche Situationen wo mein Navi mich eine wie ich sie genannt hatte, „Ziegenstraße“ hoch jagd. Ein schmaler Weg mit Spitzkehren die am besten nur in eine Richtung befahren werden sollte. Angst macht mir sowas nicht mehr. Man merkte das schon das Nico mich seit unserem ersten Urlaub wirklich geschliffen hatte. Dafür danke ich dir mein Schatz!

So fuhr ich über Wieden und das Münstertal weiter zu Nico. Den live Standort hatte ich ihm schon vorher geschickt und so wartet er schon vor dem Haus auf mich zusammen mit seinm Papa! Wir beide waren nur ein weiteres mal so froh das wir beide wieder Heile zuhause angekommen waren! Was freute ich mich jetzt auf frischen selbstgebackenden Zwetschgenkuchen mit Sahne und eine heiße Dusche!

Ich habe es nach Staufen geschafft!