Heute schaffe ich es nach Staufen! (Jenni)

Nach einer sehr unruhigen Nacht durch meinen randalierenden Magen (verdorbenes Fleisch sei Dank) erwartete mich ein neuer Tag in Österreich. Ich fuhr nach dem Aufstehen noch schnell zur Bank da in dem Gasthof keine Kartenzahlung möglich war und sah zu meiner Verwunderung: Nicht nur die Sonne gab schon alles, nein, denn ich hatte auch neben eine Skisprungschanze geschlafen! Da wollte ich doch ein Bild machen! Aber erstmal gab es für mich Frühstück.

Nach dem einfachen aber üppigen Frühstück verpackte ich noch die letzten Sachen und verzichtete bei Abfahrt auf meinen Regenkombi. Die Sonne schien nochmal alles für mich zu geben. Ich telefonierte mit Nico welches wohl der beste und auch schönste Weg nach Hause bzw. nach Staufen sein sollte. Wir ließen im groben das Navi die Wege entscheiden und von Nico bekam ich Pasing Points die ich abarbeiten konnte.

Ich suchte mir aber als erstes noch einen Platz für das Bild mit der Skisprungschanze. Ich fand eine kleine Wiese direkt an der Straße und stellte Betty brav auf den Alsphalt ab. Ok das sollte klappen. Sie stand auch schon ganze 5 Minuten ohne mich während ich ein paar Bilder mit der Umgebung schoss. Und in einem unbeobachteten Moment legte Betty sich müde ins Gras. Tja – ich konnte sie verstehen, aber ich wollte wirklich jetzt heim! 🙂 Also Betty wieder aufrichten. Dazu nahm ich die Koffer ab da ich durch das umpacken der wichtigen Dingen und derer die nichts im Flugzeug zu suchen haben doch nah an der Überladungsgrenze war. Zum Glück hatte ein Passant noch Mitleid und half mir mit einem beherzten Griff.

Nachdem ich also die obligatorischen Bilder geschossen hatte und Betty wieder stand, konnte es endlich weiter gehen! Über St. Michael im Lungau, Flachau, Zell am See und Kufstein/Kiefersfelden sollte es in Richtung Grenze gehen. Die erste Zeit kam ich noch gut voran und sowohl das Wetter als auch mein Magen spielten mit. So genoß ich die Kurven und Landstraßen von Österreich.

Man merkte allerdings: umso mehr ich mich den Bergen und der Grenzen näherte dass das Wetter schlechter wurde. Das mich kaltes Wetter auf dem Hohentauern erwarten würde hatte ich ja schon eingeplant und wartete wirklich bis zum Schluss mit dem anziehen der Regenkombi. Aber ab da wurde es einfach nicht mehr besser. Dazu kam noch eine gesperrte Straße, Starkregen und nur zwei Möglichkeiten weiter zu fahren: ich nehme den mehr oder minder direkten Weg über die Autobahn oder aber ich fahre einen Weg Namens “Höllensteigweg”. Ich entschied mich erstmal für letzteres. Nur Mut dachte ich. Als ich allerdings dann dort war und der Regen nochmal eine Schippe drauflegte, war der Höllensteigweg eher die Niagara Fälle -Gasse. Ich beschloss das dies mit diesem Wetter und der Dämmerung nicht mein Weg nach Deutschland werden würde.

Mein Plan: die letzten Meter über die Autobahn zu fahren – und das sogar Maut frei. Denn dort wo ich auffuhr war die Autobahn schon wieder so nah an der Grenze und ich musste nichts bezahlen. So kurvte ich die letzten Meter recht gelangweilt Richtung Deutschland. Dort angekommen durfte natürlich das obilgatorische Bild an dem Rastplatz am Chiemsee nicht fehlen. Nach einer kurzen Pause mit Wasser und Brötchen ging es dann auch schon weiter, vorbei an Rosenheim. So langsam legte sich die Nacht über das Land. Mir schwante das ich wohl erst spät in Staufen ankommen würde.

Nach einem Telefonat mit Nico entschieden wir uns auf der Höhe von Memmingen, das ich wieder nach Österreich fahren werde. Nico organisierten mir über drei Ecken einen Schlafplatz bei Simon und Sarah am Bodensee. Also sollte es doch nichts werden mit Staufen – zumindest nicht heute. Aber morgen ist auch noch ein Tag. Ich werde es schaffen!