Vogesentour im September 2017

Kloster St. Trudpert in Münstertal
Kloster St. Trudpert in Münstertal

Am 21.09. ging es mit Annette auf eine 4-tägige Vogesentour mit einem Abstecher in den Breisgau.
Da wir spät los fuhren war die Ankunft auch entsprechend, daher ging es ab Baden-Baden auf die Autobahn bis zum ersten Ziel.
Nach einer erholsamen Nacht ging es spät durch den Schwarzwald mit Ziel Beblenheim, schön gelegen an der Route des Vins d’Alsace am Rande der Vogesen.

Dort trafen wir auf Klaus, der reiste am Donnerstag aus Esslingen an und wartete schon auf uns im Appartement.
Annette und Klaus kannten sich schon, also war für mich kennen lernen angesagt zumal wir die nächsten 4 Tage, geplant, zusammen unterwegs sein sollten.
Beim Essen kam dann noch Daniel aus Gengenbach dazu und ab da war ich mit meiner Yamaha unter 3 BMW´lern der Exote.
Am Freitag starteten wir dann unsere Tour Richtung Grand Ballon, vorbei an den unzähligen Kriegsgräberstätten- und Denkmalen.

Soldatenfriedhof Hohrod/Elsaß
Soldatenfriedhof Hohrod/Elsaß
Soldatenfriedhof Hohrod/Elsaß
Soldatenfriedhof Hohrod/Elsaß

Wenn man sich so die Geschichte in Erinnerung ruft war das Elsass schon immer ein stark umkämpfter Platz.
Vom Soldatenfriedhof Hohrod ging es erst zum Petit Ballon und dann weiter zum Grand Ballon.

Leider wurde unsere Fahrt abrupt gestoppt, Klaus hatte ausgangs einer Kurve einen Unfall.

Seine GS rutschte auf Rollsplitt weg und beide stürzten sehr Unglücklich.
Der Schaden hielt sich optisch in Grenzen, eine Weiterfahrt war aber aufgrund eines fehlenden vorderen Bremsflüssigkeitsbehälter ausgeschlossen.
Klaus ging es den Umständen entsprechend gut, er klagte über Schmerzen in den Schultern. Wer sollte es verdenken.
Nach dem Klaus und die GS versorgt waren fuhren Annette, Daniel und ich weiter zum Grand Ballon aber die Luft war erst mal raus. Also kürzten wir die geplante Route massiv ab und fuhren dann nur noch zum Hartmanswillerkopf, von dort zum Col de la Schlucht und dann zurück ins Appartement.

Soldatenfriedhof Hartmannswillerkopf
Soldatenfriedhof Hartmannswillerkopf

Klaus erwartete uns, schmerzerfüllt.

Noch einkleiner Smalltalk mit Daniel, der verließ uns wieder wegen Verpflichtungen am Samstag und so waren wir 3 wieder alleine.
Somit ging es zum Essen, Klaus etwas aufmuntern.

Am Samstag sollten eigentlich die nördlichen Vogesen befahren werden.
Da aber erstmal die Abholung von Klaus organisiert werden musste starteten Annette und ich gegen Mittag unsere Tour.

Über den Col de la Schlucht ging es nach Geradmer wo wir direkt mal in den Rallytross kamen. Es war die Rally des Vosges.
Wir nutzen die Pause am See und genossen das herrliche Wetter.

Lac de Gérardmer
Lac de Gérardmer

Eigentlich wollten wir gemäß der Route zurück aber aus welchen Gründen immer landeten wir auf der Schnellstraße.
Das war nciht so das Ziel. Also kurze Pause bei Saint-Dié-des-Vosges und Beratschlagung wie wir weiter fahren wollten.

Wir beschlossen erstmal eine Bäckerei aufzusuchen und was zu essen.
In einem kleinen idyllischen Dörfchen fanden wir eine Bäckerei mit Köstlichkeiten die wir uns dann als Stärkung zu führten (ja, nicht ganz konventionell :-D)

Lecker war es
Lecker war es
La Croix-aux-Mines
La Croix-aux-Mines

Da es langsam spät werden würde nahmen wir die Abkürzung über Sainte-Marie-aux-Mines zurück nach Beblenheim.

Doch schneller als erwartet fuhren wir noch spontan zur Hohkönigsburg. Da waren wir leider doch zu spät für eine Führung im Inneren, also begnügten Annette und ich uns mit den außenrum angelegten Gärten und der Aussicht.

Hohkönigsburg
Hohkönigsburg
Haut Koenigsbourg
Haut Koenigsbourg

Wieder zurück in der Unterkunft ging es auch schon langsam wieder an das packen der Seitenkoffer.
4 Tage sind schnell vorbei.
Da wir nicht zu spät los wollten und die Autobahn auch meiden wollten ging es früh ins Bett.
Zugleich gab es von Klaus die Rückmeldung das er gut zuhause angekommen ist und die Diagnose im Krankenhaus eine Rippenserienbruch sowie einen teilweise Pneumothorax.
Guten Besserung an dieser Stelle an Dich, wir werden das Wiederholen, dann ohne Sturz 😉

Am Sonntag fuhren wir gegen 11 Uhr, etwas wehmütig, wieder zurück in die Heimat.
Es sollte gemütlich sein, also wieder quer durch die Vogesen Richtung Saarland.
Daniel gab uns den Tipp das wir Dabo und die Felsenkirche besuchen sollten was kurzerhand  ins Blaupunkt-Navi MotoPilot 43 einprogrammiert wurde.

Felsenkirche Dabo
Felsenkirche Dabo

Die Kirche ist ein beeindruckendes Bauwerk, wenn auch sehr klein.
Aber die exponierte Lage macht es wieder wett.
So langsam ging uns beiden die Luft aus weshalb wir beschlossen sehr zügig Richtung Grenze zu fahren.

Je nördlicher wir kamen um so langweiliger wurden die Straßen, die Dörfer hingegen waren schön anzusehen.

Ab Saarbrücken ging es dann Richtung Hunsrückhöhenstraße und von dort nach Koblenz.
Wir wollten nur noch nach Hause und was Essen.

Gegen 20:30 waren wir bei Annette und ich war um 21:30 zuhause.

Die Gegend ladet zur Wiederholung ein, dann unter besseren Umständen bei hoffentlich gleich gutem Wetter.

Ob das die letzte große Tour war?
Mal schauen was das Wetter dazu meint.