Tief im Westen…

… oder besser gesagt Südwesten.

Nachdem mich Cabo da Roca gestern so herzlich begrüßt hat, mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, hatte ich eine wunderbare Nacht irgendwo zwischen den Feldern von Portugal.

Heute morgen um 6 Uhr, als ich wach wurde, war es schon um die 17 Grad warm. Es sollte wohl ein schöner Tag werden. Sollte…

Schon 5 Minuten nachdem ich unterwegs war begann es zu regnen. Und da ich mich auf warme Temperaturen eingestellt hatte und somit die Regenmembrane zu Hause war, war ich innerhalb kurzer Zeit nass bis auf die Haut.

Bis Odemira wollte das Wetter beim besten Willen nicht besser werden und dann plötzlich, schlagartig, war die Sonne da und die Temperaturen angenehm. Der Anzug trocknete und die Fahrt wurde immer besser.

Nun konnte ich auch die Landschaft von Portugal erneut genießen.

In Sagres angekommen habe ich mir erst dir Festung Fortaleze de Sagres angeschaut.

Ein beeindruckendes Bauwerk mit einer sehr interessanten Geschichte.

Von da aus ging es die paar Meter zum Leuchtturm Cabo de São Vicente wo ich, fast pünktlich zum Mittag, die letzte Bratwurst vor Amerika zu mir genommen habe.

Somit wäre der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes auch abgehakt. Und zudem gab es eine Urkunde als Nachweis.

Von Sagres ging in das Monchique-Gebirge. Ein Eldorado für Motorradfahrer. Lange und flüssige Kurven und eine wunderbare Aussicht, unter anderem auch auf kleine Seen.

Danach ging es zurück nach Spanien und über Huevela und Sevilla durch die Kornkammer Andalusiens in Richtung Cadiz.

Nun habe ich mein Nachtlager aufgeschlagen und bin eigentlich schon bereit zu schlafen. Jetzt habe ich es wieder abbauen müssen, ich bin bei Francesco eingeladen worden bei ihm auf dem Gelände zu schlafen.

Dort sind zwei Schäferhunde und die werden auf mich aufpassen.