Tag 8 – Kükes – Thessaloniki – 483 km

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Der Tag fing mit einem sehr leckeren Frühstück an und das Wetter sah wieder mal sehr gut aus. Heute sollte es bis kurz nach dem Ohridsee, dem ältesten See Europas, gehen.

Also Mopeds ausparken und los geht es.

Eingeparkt

Und so starteten wir mit der Strecke wie sie gestern aufhörte. Mit Kurven und vielen Höhenmeter.

Wunderschönes Albanien

Im morgendlichen Stop and Go des Berufsverkehr von Peskopia kam plötzlich Dampf aus meinem Cockpit und es doch sehr südlich. Motor aus und an den Straßenrand und es musste ich sehen? Ich verlor Kühlwasser…

Was tun? Andreas fiel sofort ein das wir an einem Autozubehör-Laden vorbei gefahren sind. Also dahin zurück, vielleicht bekommen wir da Kühlerdichmittel.

Die Kommunikation war nicht ganz einfach, deswegen zerlegte ich erstmal die linke Seite vom Motorrad um zu sehen wo das Wasser genau her kam. Und wie sollte es anders sein? Man hat alles dabei aber keine 19er Nuss oder Ringschlüssel. Die Jungs von Luli Auto-Pjese besorgten das was ich brauchte und die Ursache war auch schnell gefunden.

Die Ursache

2017 ist nur bei der Neussenduro des Motorrad unsanft auf die linke Seite gekippt. Damals drückte der Lüfter auf den Kühler. Ich hatte das provisorisch repariert und es hat auch bis heute gut gegangen. Bei den Straßen musste sich etwas verschoben haben, zumindest hat der Lüfter ein kleines Loch in den Kühler geschliffen. Luli, der Chef selbst schaute es sich an und machte sich mit mir an die Reparatur. Erstmal die Kühllamellen wegdrücken, dann mit einer Zange das Loch zudrücken und zu guter letzt Epoxy Harz Rein drücken. Und damit das richtig hält wird noch ein Kunststoff-Plättchen mit Doppelseitigem Klebeband draufgeklebt. Und bevor das verloren geht wird es mit 4 Blechschrauben im Kühler! fixiert.

Die Lösung

Es soll ich sagen? Es hält. Luli, ich weiß ihr werdet das lesen. Ihr seid die besten. Vielen Dank nochmal.

Luli und dasTeam

Leider haben wir dadurch 4 Stunden verloren die es wieder aufzuholen galt.

Also Feuer frei zum Ohridsee. Unterwegs prüfte ich nochmal den Wasserstand aber als war ok. Auch die Temperatur hielt sich.

So konnten wir getrost über die Grenze nach Nord-Mazedonien fahren und dort die Berge weiter genießen wenn, ja wenn, da nicht der Regen wäre.

Diesmal zwängte ich mich in die Regenkombi. Kaum ein war der Regen vorbei. Sch…. drauf, dass Ding bleibt jetzt an.

Am Ohridsee hatten wir wieder bestes Wetter.

Vom See ging es wieder zurück mesh Albanien und eigentlich wollten wir noch günstig tanken. Ich hab den Navi vertraut und zack waren wir wieder in Albanien. So eine Sch…

Was soll es, dann halt in Griechenland doch vorher führte und die „schnellste“ Strecke erstmal offroad auf eine Straße die kurz zuvor Besuch von Regen hatte.

Ich bin ja froh ein Adventure-Motorrad zu fahren und hab es süchtig genossen. Fad Motorrad und ich können und dürfen ruhig nass und dreckig werden.

Aus Gründen gibt es kein Video oder Bild. *Böses Gesicht*

Und so kamen wir dann auch an der Grenze zu Griechenland an.

Kurzer Check und ab ins Land, die nächste Tankstelle finden.

Andreas Navi sagte das eine in 800 m westlich von uns wäre. Was das Navi nicht wusste, Andreas auch nicht, das dies die Tankstelle in Albanien war. So sind wir auf die Autobahn und fanden dann mit meinem TomTom eine Tankstelle abseits der A29.

Da es schon spät war musste die Entscheidung einer Übernachtung her.

Ich hatte Kontakte in Thessaloniki. Beide Kontakte zu überraschen war zwar nicht fair aber Zelten im freien bei Regen bzw. beregneten Boden fiel auch aus Gründen aus. Und so entschied ich das ab heute der Plan für Griechenland nicht mehr stimmt, wir über die Autobahn nach Thessaloniki zu Kostas fliegen und ab morgen das Pferd von hinten aufzäumen.

A wird jetzt eine noch spannendere Tour aber aufgeben zählt nicht.

Ach ja, der Kühler ist immer noch zu 90 % dicht, ich werde aber schauen das ich in Patras einen neuen bekomme.

Morgen früh geht es erst mesh Meteora, dann Brasapass und danach zur Vigos-Schlucht.

Und mit der Glückskatze kann es nun nur noch besser werden.

Glückbringer